Sich umschließende Hände

Podcast-Tipp: Leben mit Demenz – Wenn ein geliebter Mensch langsam verschwindet

Der Mann von Friederike H. lebt seit fast drei Jahren in einem Wohnbereich im Haus Kaysersberg. Er hat ein eigenes Zimmer, konnte es seinen Bedürfnissen und seinem Geschmack entsprechend einrichten, wird rund um die Uhr betreut. Er ist mit 61 Jahren relativ jung für eine solche Unterbringung, erhielt jedoch schon mit Mitte 50 die Diagnose Alzheimer. Erste Anzeichen der Erkrankung, wie ein Blackout an der Supermarkt-Kasse, waren damals ausschlaggebende Momente für den Termin beim Neurologen. Für seine Ehefrau und Kinder war das Ergebnis der Untersuchungen ein schwerer Schlag.

Nach dem ersten Schock setzte sich Friederike H. intensiv mit dem Thema auseinander, um Möglichkeiten und Lösungen zu finden, dem Voranschreiten der Erkrankung entgegenzuwirken, sie stellten z.B. die Ernährung um. Doch die Rückschläge kamen immer wieder, typischerweise sprunghaft und nicht langsam fortlaufend und Friederike H. stieß bald an ihre Grenzen.

Die Entscheidung für die stationäre Aufnahme in einem Wohnbereich ist ihr zunächst nicht leicht gefallen, sie nahm es dennoch auch als große Erleichterung wahr, um neue Kraft dafür zu tanken, die Momente mit ihrem Mann im hier und jetzt genießen zu können.

Nun will sie Menschen, die vor einer ähnlichen Situation stehen, die Scheu vor einem „Heim“ nehmen und Mut machen, diesen Schritt zu gehen, weil er sowohl für den Erkrankten als auch für seine Angehörigen die bessere Lösung sein kann. Mehr hören Sie hier in diesem Podcast.